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Uns fehlt eine Vision für die Zukunft

Am Donnerstag habe ich in der Financial Times Deutschland einen Kommentar des Nobelpreisträgers für Wirtschaftswissenschaften Prof. Joseph Stiglitz gelesen mit dem Titel „Es geht noch schlimmer“. Die Kernaussage des Artikels ist, dass sich die weltweite Lage dieses Jahr verschärfen wird, wenn die Politik sich weiterhin von überholten Ideologien und Lobbyisten leiten lässt.

Der Traum, den die Finanzwirtschaft in den letzten zehn Jahren viele Menschen träumen ließ, dass sie eine echte Chance hätten, den amerikanischen Traum leben zu können, zerfiel seit der Pleite von Lehman Brothers zu Staub. Millionen Menschen nicht nur in den USA, sondern auch in Griechenland oder Portugal gerieten in Armut. Und ein Ende der Armuts- und Pleitewellen scheint nicht in Aussicht zu sein. Als die Auswirkungen der Finanzkatastrophe Europa erreichten, begannen auch große Volkswirtschaften wie Italien ins Schwanken zu geraten. Seit einigen Monaten steht sogar der Euro zur Diskussion, das Symbol für das Zusammenwachsen von Europa.
Es ist unwahrscheinlich, dass die Politik die Probleme in den Griff bekommt und für ausgeglichene Wirtschaftsstrukturen sorgt, die das Streben nach Reichtum als wünschenswerte ansieht, gleichzeitig aber auch dafür sorgen wollte, dass es möglichst wenige Verlierer in der Gesellschaft gibt.
Ich möchte noch einen Schritt weiter gehen als es Prof. Stiglitz in seinem Artikel getan hat. Was ist denn der Grund warum wir seit dem Sieg des Kapitalismus über den Kommunismus und dem vorzeitigen Ausruf des Endes der Geschichte scheinbar auf der Stelle treten? Warum, wenn wir abends Nachrichten schauen, ständig das Gefühl haben, dass die Politiker das Spiel von täglich grüßt das Murmeltier spielen, bei dem gelegentlich nur die Protagonisten ausgetauscht werden?
Ich denke, dass unserer Gesellschaft eine Vision fehlt, ein übergeordnetes Ziel, nach dem wir im Gesamten streben. War es bis vor 10, 20 Jahren noch das Streben nach materiellem Reichtum und der Überwindung der Armut des 19. Jahrhunderts, unterbrochen durch die beiden Weltkriege, so hat meiner Meinung nach die westliche Gesellschaft zur Zeit kein Ziel nach dem sie strebt.

Erster Beitrag in meinem neuen Blog

Am 31. Oktober 2011 überschritt die Weltbevölkerung die Zahl von 7 Milliarden Menschen. An diesem Tag entschloss ich mich diesen Blog zu beginnen.

Wie sieht die Zukunft aus? Eine Frage, die sich die Menschheit immer wieder stellte. Heute ist die Antwort auf diese Frage ungewisser denn je. In den Zeitungen, im Internet und im Fernsehen lesen oder sehen wir Nachrichten über die wachsende Schere zwischen Arm und Reich, zwischen Nord und Süd. Wir hören besorgte Wissenschaftler, die vor einem drohenden Klimawandel warnen, ein so scheinbar weit entfernter und abstrakter Effekt, der für uns zu surreal erscheint als dass er eine tatsächliche Gefahr für unser Leben sein könnte.

Diese globalen Themen werden immer wieder durch die Finanzkrise verdrängt. Von gigantischen Geldsummen ist da dann die Rede. Oft hören wir von so großen Summen, die selbst den gesamten Besitz aller Superreichen auf der Welt zusammen um Größenordnungen übersteigen.

Und mittendrin steht jeder einzelne von uns. Wir kleinen Bürger, die jeden Tag zu ihrer Arbeit gehen, die sich abends auf ihre Freunde oder ihre Familie freuen. Die alle ein ganz normale, zufriedenes und sicheres Leben führen wollen. „Was kann ich da als einzelner ausrichten?“ höre ich oft.

Um all diese Themen und ihre Zusammenhänge wird es in diesem Blog gehen. Ich möchte, dass Sie an meinen Gedanken zur Globalisierung, zum Klimawandel und zu Fragen der Zukunft der Menschheit teilhaben. Zum Teil werde ich Fragen zu unserer Zukunft und mögliche Antworten darauf vorstellen, die ich in meinem ersten Buch Zynobia zusammengefasst habe, das ich plane dieses Jahr zu verlegen. Es werden aber auch neue Gedanken dabei sein, die die Grundlage meines zweiten Buches sein werden.

Ich freue mich auf eine lebhafte und spannende Diskussion mit Ihnen da draußen!

Start meines zweiten Blogs

Vieles passiert in der Welt, für das ich mich interessiere.

Mit diesem Blog möchte ich den Besuchern meiner Vorträge, den Kunstinteressierten von roboPix, meinen Studenten und Forschungskollegen sowie allen, die sich für Fragen zum Klimawandel, zur Globalisierung, Raumfahrt, Künstlichen Intelligenz, Kognition und Visualisierung interessieren, einen Einblick in das geben, was mich umtreibt. Ebenso werde ich in diesem Blog über meine geplanten Unternehmensgründungen schreiben.

Zur Zeit promoviere ich am Institut für Visualisierung und Interaktive Systeme der Universität Stuttgart. Das Thema meiner Disseration sind kognitive Aspekte in der Visualisierung. Das ist kurz beschrieben die Erforschung des Denkens, wenn Benutzer mit grafischen Schnittstellen arbeiten. Mehr zu diesem Thema gibt es auf meiner Instituts-Website.